Die ewig überfüllte Stadt

September 20, 2016

Eins vorweg: Rom ist toll. Ein abendlicher Spaziergang zwischen Petersdom, Kolloseum und Spanischer Treppe ist unvergleichlich. Die Menschen atmen nach der Hitze des Tages durch und genießen die angenehme Luft, essen Pizza/Pasta, trinken Vino della Casa, stürzen sich auf Gelato und Tiramisu. Die fliegenden Händler halten ihnen - ZACK - Selfiesticks vor die Nase. Oder doch lieber ein Quietschetier? Oder ein Schnipsdings, welches kräftig leuchtend in die Luft geschossen werden kann und am Fallschirm wieder zurückgesegelt kommt?

 

Rom ist toll. Doch ist Rom echt? Wackelt der Tisch in der Pizzeria weil er muss? Soll er von den economy-Plastikstühlen ablenken? Und warum sind alle Tischdecken kariert? Lebt hier überhaupt jemand nicht vom Tourismus und den Ahnungslosen, die durch die Sixtinische Kapelle getrieben werden? Man steht mit Hunderten an dem Ort, wo die Päpste gewählt werden und sieht: - nichts. Doch, doch, man sieht schon, aber man ERKENNT: - nichts.

 

Ich brauch 'nen Grappa!

 

(Das echte Rom - das liegt drei U-Bahn-Stationen entfernt.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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