Sierra Mission
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In den Bergen der Anden ist ein kleines Team unterwegs, um den Menschen allgemeine Untersuchungen anzubieten. Die Fahrt von Chulucanas dauert mehrere Stunden, meist auf holprigen, unwegsamen Schotterstraßen. Es geht hoch hinauf und alles Nötige - Instrumente, Medikamente, Zahnbürsten, Sonnenbrillen - wird mitgebracht. Jeden Tag wird an einem anderen Ort ein provisorischer Untersuchungsraum aufgebaut. Pritschen und Trennwände werden auf dem Pick-Up verstaut und von Freiwilligen zu ihrem Ziel getragen.

 

Schon früh am Morgen warten die Patienten auf ihre Untersuchung. Geduldig reihen sie sich für die Registrierung auf. Niemand murrt oder meckert. Manche haben lange, mehrstündige Fußwege hinter sich. Alte Menschen, die nicht gehen können, werden von ihren Verwandten getragen. Untersucht werden einfache Dinge: Schmerzen an Gelenken, weit verbreitete Augen-Beschwerden oder Probleme mit Magen und Verdauung. Akut kann meist nicht viel getan werden. Wo es geht, werden Medikamente verabreicht und Empfehlungen gegeben. Schwerere Fälle werden aufgenommen und wenn nötig für Operationen der nächsten Mission vorgemerkt. Doch die Wartelisten sind lang.

 

Das Wichtigste ist Aufklärung: Verwendet Sonnenbrillen, putzt die Zähne und vermeidet Fehler bei der Ernährung. Gerade die Kinder leiden unter Parasiten, da sie auf engem Raum mit dem Vieh zusammenleben und -spielen. Die Untersuchung einer Schulklasse läuft wie am Schnürchen. Jeder bekommt eine Tüte mit Zahnpflege, Vitaminen und - sofern nötig - Medikamenten. Stolz reihen sich die Kinder auf, zu schüchtern, um auf den Ruf ihres Namens zu reagieren und nehmen die Tüten in Empfang.

 

Die Lebensbedingungen sind noch einfacher als in Chulucanas und ich realisiere den Wert von sauberem, fließendem Wasser. Der hohe Himmel, die sanften Menschen, die Ruhe und Stille haben etwas Trügerisches, etwas Paradiesisches. Nur die Falten der alten Menschen spiegeln die Härte des Lebens.

© 2015-2017 By Dirk Heinecke